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Leseprobe Handlesen - Hangesten
und Händedruck
Handgesten
sollten in erster Linie beobachtet und registriert werden
bevor man zum wesentlichen Bestandteil der Handanalyse
übergeht. Durch Handgesten kann man sehr gut erkennen,
ob der Handeigner eher ein belehrendes oder ein zurückhaltendes
Wesen hat. Hände sprechen und ein jeder kennt den
Ausspruch "der redet mit Händen und Füssen".
Hände sprechen oft mehr als Worte. Wer seinen Worten
vertraut, von sich und der Situation überzeugt
ist, der gebraucht nur sehr selten seine Hände
beim reden. Je mehr uns Gesten auffallen, umso genauer
sollte man bei einem Gespräch zuhören in wie
weit man Widersprüche heraushören kann.
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Man sollte sich nie mit geöffneten
Händen bewegen, reden oder den kleinen Finger
abstrecken. Viele Menschen halten dies vielleicht
für chic und angebracht, wissen jedoch nicht,
was sie sich selbst damit antun. Benutzt man die
Hand offen, um möglicherweise die Kommunikation
zu unterstreichen, kann Leichtsinnigkeit, Gutmütigkeit,
negative Energie - alles in uns eindringen. Man
kann Sie beeinflussen, lenken, manipulieren und
es geht sehr viel Energie verloren, obwohl man dadurch
auch erkennen kann, dass man es mit einem sehr offenen
Menschen zu tun hat. Unter diesen Umständen
kann Sie eine selbstbewusste Person sehr schnell
verunsichern. Sehr oft kann man dadurch feststellen,
dass der Handeigner sich selbst, und anderen Mitmenschen
unbewusst etwas vormacht. |
| Gewöhnen Sie sich
an, immer ihre Hände zu schließen. Der
Daumen gehört nicht dazu, denn er zählt
als eigenständiges Glied der Hand. Die Hände
sind Ihr Schutzschild für den Körper.
Ob man die Hand vor Augen hält, wenn es zu
hell ist, ob man die Ohren zuhält bei zu großer
Lautstärke oder man erschrickt - wir schützen
unseren Körper immer mit den Händen. In
dem Moment, wo Sie Ihre Hände geschlossen halten,
entwickeln Sie eine eigenständige Persönlichkeit.
Ihre Mitmenschen gehen viel bewusster mit Ihnen
um, Sie werden von Ihrer Umwelt wesentlich mehr
respektiert, akzeptiert und es geht keine Energie
verloren. Beachten Sie die Menschen in Ihrem Umfeld.
Sie werden feststellen, dass Geschäftsleute,
Politiker und Menschen mit einem starken Selbstbewusstsein
überwiegend eine geschlossene Hand haben. Damit
gibt man dem anderen unbewusst zu verstehen "bis
hierher und weiter nicht". Sie zeigen Grenzen
auf und schützen sich dadurch selbst. |
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Händedruck
Der Händedruck vermittelt ebenfalls einen ersten
wichtigen Eindruck. Man muss allerdings auch unterscheiden,
ob der Händedruck dem Menschen oder der Sache gilt.
Eine alte Weisheit aus dem Mittelalter lautet:"Gib
mir deine Hand - und ich weiß, wie du zu mir stehst".
In diesem Falle kommt es mehr auf das Gespür an,
weil man bei einer Begrüßung nicht auf Hände,
sondern in die Augen des anderen sieht. Der erste Eindruck
ist immer der beste und richtige Eindruck.
Bei der Wahrnehmung unterscheiden und registrieren wir,
ob die Hand weich oder fest, hart oder weich, elastisch,
schwammig feucht oder trocken, ist.
normale Hände - sind warm, elastisch und
geschmeidig.
harte Hände - sind ein Hinweis auf ein krankes
Verdauungssystem, können aber auch altersbedingt
sein
trockene Hände - können ein Zeichen
von Stabilität sein, jedoch auch innere und äußere
Ursachen haben. Zu den ersteren gehören Chemikalien,
mit denen man zum Beispiel bei der Arbeit ständig
in Kontakt kommt. Blutverlust kann ebenfalls zu trockener
Haut führen.
feuchte Hände - hängen mit den Nährstoffen
des Blutes zusammen. Hemmungen, Ängstlichkeit,
Drüsenstörungen wie Überfunktion der
Schilddrüse und hormonelle Unstimmigkeiten können
zu nervösen Reaktionen und dadurch zu feuchten
Händen führen. Eine schwache Milz kann ebenso
die Ursache sein, da Körperflüssigkeiten nur
noch unzureichend befördert werden.
steife Hände - deutet auf mangelnde Flexibilität
hin
stark geäderte Hand - sind ein Anzeichen
von Gefäßschwäche.
schlaffe Hände - sind ein Anhaltspunkt für
Niedergeschlagenheit und negativer Lebenseinstellung.
Oft handelt es sich hierbei um Handeigner, die deprimiert
und entmutigt sind. Eine Ausnahme sind schwerkranke
Personen, die kraftlos sind.
zitternde Hände - falls es sich nicht um
Parkinsonsche Krankheit handelt, können auf Hemmungen,
Aufregung, Drogenmissbrauch, Unterzucker, übermäßiger
Genuss von Kaffee oder eine Vergiftung, durch Blei oder
Quecksilber, hinweisen. Der Gewohnheitstrinker verrät
sich durch eine ständig, leicht zitternde Hand.
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Der normale Händedruck besteht darin, dass
beide Personen sich parallel die Hand zum Gruß
reichen und sich dadurch gegenseitig zum Ausdruck
bringen, "Wir sind beide gleich stark".
Wird die Hand offen, mit der Handinnenfläche
nach oben, angeboten, dann kann man davon ausgehen,
dass sich die Person unterlegen fühlt. Vorsicht:
Die gleiche Geste findet man bei großzügigen
Charakteren, die eventuell auch mit einer unsympathischer
Naivität gemischt sein kann. |
| Der Handeigner reicht, seine Außenhand nach
oben zeigend, zum Gruß. Früher sehr oft
zu sehen bei Königen und Herrschern, die einen
Handkuss erwarteten. Man nennt sie die herablassende
Haltung, die signalisiert: "Hier bestimme ich!"
Man sollte sich dadurch nicht einschüchtern
lassen, weil durch Unsicherheit häufig Überlegenheit
vorgespielt wird. |
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