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Leseprobe Handlesen - Handformen & Nagelform

Handformen

Jede Außenhand und deren Bedeutung wird zusätzlich in Verbindung mit Größe, Breite und Tiefe der Handform gebracht, die man im Verhältnis zu den Proportionen des Handeigners einstufen sollte. Sind die Finger länger als der Handteller, überwiegt der geistige Anteil des Menschen und man handelt überwiegend aus dem Gefühl, wobei materielle und praktische Veranlagungen mit einer Handlungsweise des Verstandes bei Menschen zu finden ist, bei denen der Handteller länger erscheint als die Finger.
Männerhände verkörpern das Prinzip der Kraft, während Frauenhände das Prinzip des Gefühls beinhalten. Im Wesen, Charakter und Empfinden des Handeigners machen sich einzelne Eigenschaften auch bemerkbar, wenn männliche Hände feminin und weibliche Hände masculin betont sind. Ein guter Chirologe wird deshalb immer einzelne Eigenschaften miteinander verbinden, um präzise Aussagen über den Menschen machen zu können, denn keiner ist gleich dem anderen.

Große Hände (der Handelnde)
besitzen die Fähigkeit, auf Einzelheiten einzugehen und sind in ihrer Ausführung präzise, geduldig und sehr genau, was auch dazu führen kann, dass die Person penibel wirkt und eine Neigung zu Egoismus vorhanden sein kann. Ein starker Handlungswille mit Ansprüchen an das leben sind vorhanden. Große Hände müssen etwas tun und sie fallen am meisten auf. Da man auf Kleinigkeiten eingehen kann, hat man auch oft ein bereitwilliges Verstehen zu seinen Mitmenschen und zeigt dadurch ein umgängliches Wesen. Mitunter sind Neigungen zu Egoismus und Pedanterie vorhanden, weil im Wesen zuviel Exaktheit und Kritik liegt. Die Gefahr, dass man sich mit unerheblichen Dingen zu lange auseinandersetzt kann auf andere Menschen störend wirken.

Kleine Hände (der Träumende)
organisieren gut und können sehr spontan sein aber auch impulsiv. Einzelheiten werden in den meisten Fällen übergangen und man richtet sich mehr auf das Ziel als den Weg. Sie können großen Plänen und Ideen eine Form geben. Ist die Hand im Verhältnis zu klein und kurz, kann sich Schwatzhaftigkeit und Kritiklust entwickeln.

Breite Hände
sprechen von einfachen, niederen und instinktmäßigen Gefühlen des Menschen. Irdische Güter und Genüsse werden als höchster Lebensinhalt angesehen. Sind bei breiten Händen zusätzlich noch kurze und wurstige Finger vorhanden, so schreckt man vor Skrupel und Zweifel nicht zurück um die Ziele zu erreichen.

Sehr schmale und zarte Hände
Symbolisieren einen weichen und kraftlosen Menschen mit wenig Temperament. Die Phantasie ist mangelhaft und das Denken wirkt mühsam, ebenso fehlt es an Zähigkeit. Durch die Entwicklung des Menschen im Verlauf seines Lebens kann sich dies zwar verändern, jedoch bleibt der Grundtyp der gleiche. Diese können sich zwar im Ausdruck verändern aber nie im Typ.

Tiefe Handteller
werden in der Chirologie auch hohle Hände bezeichnet. Besitzt der Handeigner einen tiefen Handteller, so hat er sich sicherlich kein einfaches Leben ausgesucht. Diese Menschen werden Erfahrungen im Leben immer über den seelisch, psychischen Schmerz machen und das kann sehr schmerzhaft sein. Materielles Leid kann hierbei ebenfalls die Folge sein. Dem Charakter fehlt die Fähigkeit und Energie zu einer grundlegenden Veränderung im Leben und führt unter Umständen zu Melancholie, Missmut und Ängstlichkeit. Dadurch fehlt es der Person in den meisten Fällen an Selbstvertrauen und gibt mütterliche Tendenzen und Hilfsbereitschaft.

Flache Handteller
stehen für das Gegenteil. Solche Handeigner haben ein fröhliches, hoffnungsvolles und lebenslustiges Naturell. Die inneren und äußeren Erlebnisse sind harmonisch und geben dadurch Lebenskraft. Diese Menschen kommen im Leben voran. Allerdings kann sich auch eine Oberflächlichkeit als negative Eigenschaft einschleichen.


Nagelform & Beschaffenheit


Die Analyse der Fingernägel nimmt einen wichtigen Bestandteil ein, da man anhand der Beschaffenheit Charakter und ererbte Krankheitsanlagen für das gegenwärtige Befinden entnehmen kann. Um das Verhältnis von Nagel und Fingerglied besser einschätzen zu können, kann man sich nach der Form orientieren, dass die normale Nagellänge ungefähr der Hälfte des oberen Fingergliedes entspricht.
Kurze Nägel, bei denen die angewachsene Fläche breiter als länger ist, deuten auf ein gereiztes, nörgelndes, skeptisches, zänkisches und analysierendes Wesen hin. Sie haben eine schnelle Auffassungsgabe sind aber auch schnell erregbar.
Lange Nägel, bei denen die angewachsene Fläche länger als breit ist, sind dagegen umgänglicher, eindrucksfähiger, reservierter, weniger kritisch und ruhiger in ihren Gedankengängen.
Harte Nägel sind ein Zeichen für stabile Knochen, guter Gesundheit und materielle Denkweise.
Weiche oder dünne Nägel zeigen einen Handeigner, den man nicht als Kämpfernatur einstufen kann. Die Körperbeschaffenheit ist unter Umständen instabil.
Klauenartige Nägel zeigen Habsucht, Geiz und Ungeduldigkeit.

Die Nagelmonde
sind eine Substanz, die auf eine gesunde Herzkraft hinweisen. Sind die Herznerven geschwächt, so können die Monde immer kleiner werden und zum Teil sogar ganz verschwinden, was auf Herznervenschwäche (Neurose) schließen lässt. Sind die Nagelmonde jedoch zu groß ausgebildet, ist die Neigung zu Herzschlag gegeben, weil eine zu starke Herztätigkeit angezeigt wird.


Hier gehts zur Leseprobe Teil 3 - >>

Geschichte & Kultur des Zigeuner Handlesen>>

 

 

 


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